Abteilungsversammlungen - Entscheidung und Arbeitsschritte

Zwei der insgesamt vier vorgeschriebenen Betriebsversammlungen müssen als Abteilungsversammlungen durchgeführt werden wenn

Abteilungsversammlungen sind nicht nur in größeren Betrieben sinnvoll. Bereits ab einer Betriebsgröße von etwa 50 Arbeitnehmern kann es sinnvoll sein, Abteilungsversammlungen durchzuführen, da es schon in diesen Fällen genügend spezielle Abteilungsprobleme geben kann, die auf einer Betriebsversammlung nicht mehr ausreichend diskutiert werden können.

1. Schritt

Der Betriebsrat legt fest, welche Bereiche des Betriebs als jeweils eine Abteilung gelten sollen. Dabei kann er sich an die vom Arbeitgeber eingerichteten Strukturen halten (Zuständigkeit von Abteilungsleitern), muss es aber nicht. Es geht vor allem um die Frage, welche Arbeitnehmer sich zusammengehörig fühlen und ähnliche Interessen haben. Beispiele:

2. Schritt

Der Betriebsrat legt fest, ob die Abteilungsversammlungen gleichzeitig stattfinden können oder auf mehrere Tage verteilt werden müssen. In jedem Fall sind die Abteilungsversammlungen innerhalb einer Woche durchzuführen.

3. Schritt

Da jede Abteilungsversammlung von nur einem Betriebsratsmitglied geleitet wird, legt der Betriebsrat fest, welche Abteilungsversammlung von welchem Betriebsratsmitglied geleitet werden soll. Grundlage dafür wird im Normalfall die Aufteilung des Betriebs in Zuständigkeitbereiche sein (siehe "Zuständigkeiten"). In jedem Fall gilt:

4. Schritt

Sinn einer Abteilungsversammlung ist es, abteilungsspezifische Probleme anzusprechen, die auf einer Betriebsversammlung nicht oder nicht ausreichend diskutiert werden könnten. Jede Abteilungsversammlung hat also eine eigene, spezifische Tagesordnung. Da nicht alle Abteilungsversammlungen gemeinsam im ganzen Betriebsrat vorbereitet werden können, sollte so vorgegangen werden:
Ansonsten laufen Vorbereitung und Durchführung von Abteilungsversammlungen genauso ab wie bei einer Betriebsversammlung (siehe "Weiter im Thema...").